Lichterprozession

Das besonders Mystische und Eindrückliche am Kapellfest ist die abendliche Lichterprozession (Route als PDF). Viele hunderte Gläubige begleiten die Monstranz mit dem Allerheiligsten von der Kapelle zur Kirche. Alle tragen eine Kerze mit sich. In der Fülle werden die kleinen Lichter zu einem wahren Lichtermeer. Nicht nur die Prozession ist vom Kerzenlicht beleuchtet. Auch entlang der Prozessionsrouten leuchten hunderte von kleinen Kerzen auf den Fensterbänken den Weg zur Kirche. Festlich sind auch viele Fenster geschmückt. Besondere Transparente mit religiösen Motiven, die nur für einen Tag im Jahr, das Kapellfest, geschaffen sind, werden in die Fenster gestellt und beleuchtet.

Triumphbogen

1884 fand ein drei Tage dauerndes Jubiläums-Kapellfest statt. Damals säumten drei mit Lichtern behangene Triumphbogen die Prozession. Der Grösste war vor der Kirchentüre. Ein Zweiter stand zwischen dem Rathaus und dem (ehemaligen) Löwen. Der Dritte stand beim Rietbrunnen. Er ist heute noch erhalten und wird jedes Jahr für die Lichterprozession aufgestellt und jedes der vielen Kerzen angezündet.

Musik

Der Kirchenchor Cäcilia und der Harmonie-Musikverein führen bei der Prozession zwei besondere Stücke auf: das "Stabat Mater Dolorosa" und "Santa Lucia" des Lachners August Oetiker. Sie erinnern jeden Lachner sofort an das Kapellfest.

Allerheiligstes

Im Zentrum steht das Allerheiligste. Es wird unter dem Baldachin vom Pfarrer getragen. Das Tragen des Baldachins (im Volksmund „Himmel“ genannt) gilt als hohe Ehre. Die Kirchenräte sind heute dafür zuständig. Der Baldachin wird von einer Ehrenwache geschirmt. Hinter dem Himmel führt der Gemeinderat den Zug der zahllosen Gläubigen an.

Te Deum

Der Prozessionszug wird in der hell erleuchteten Kirche mit dem Geläute aller Glocken und einem frohen Orgelspiel empfangen. Der Pfarrer spendet den Eucharistischen Segen. Zum Schluss singt die ganze Festgemeinde das Te Deum: „Grosser Gott wir loben Dich“.